überschaubare Ordnerstruktur

Eine überschaubare Ordnerstruktur ist ein zentrales Organisationsmittel im Digitalen Familienarchiv. Sie gibt dem Archiv einen zeitlichen und organisatorischen Rahmen, sorgt für Orientierung und reduziert Komplexität. Die Struktur bleibt bewusst einfach und stabil über lange Zeiträume.

Im Digitalen Familienarchiv gilt: Feinere inhaltliche Informationen gehören nicht in die Ordnernamen, sondern werden über Metadaten an den Dateien erfasst. Dadurch bleibt die Ordnerstruktur verständlich, unabhängig von Tools und langfristig nutzbar.

Inhaltsverzeichnis

Grundprinzipien der Ordnerstruktur

Die Ordnerstruktur im Digitalen Familienarchiv ist ein bewusst reduziertes Ordnungsmittel. Sie dient der groben zeitlichen und organisatorischen Orientierung, nicht der detaillierten inhaltlichen Beschreibung.

Prinzip Beschreibung
Einfachheit Die Struktur bleibt übersichtlich und intuitiv nachvollziehbar.
Stabilität Die Struktur ändert sich selten und nur bei signifikanten Archivanforderungen.
Zeitorientierung Die ersten Organisationsebenen folgen meist zeitlichen Kriterien.
Metadatenfokus Feinere Informationen werden ausschließlich über Metadaten gepflegt.

Strukturmodell und Beispiele

Die folgende Darstellung zeigt ein mögliches Grundmodell für die Ordnerstruktur im Digitalen Familienarchiv. Sie dient als Orientierung und kann an familienspezifische Bedürfnisse angepasst werden, solange die Grundprinzipien eingehalten werden.

Bilder-Archiv
├── 1950_1959
│   ├── Familienleben
│   └── Ereignisse
├── 1960_1969
├── 1970_1979
└── 1980_1989

Die Jahresebenen sind bewusst grob gewählt, um Stabilität zu gewährleisten. Innerhalb der Jahre dienen Unterordner der groben thematischen Trennung; inhaltliche Details werden nicht über weitere Verschachtelung abgebildet.

Metadaten statt ordnerbasierter Details

Im Digitalen Familienarchiv gilt: **Ordnernamen transportieren nur grobe organisatorische Informationen.** Feinere Inhalte wie Ort, Anlass, beteiligte Personen oder spezifische Ereignisse werden ausschließlich über Metadaten erfasst.

Regel zur Metadatenorientierung:
Ordnernamen enthalten keine inhaltlichen Detailinformationen (Ort, Personen, Anlässe). Diese Informationen werden in Metadatenfeldern der Dateien selbst festgehalten.

Dadurch bleibt die Ordnerstruktur übersichtlich und wird nicht durch inhaltliche Ausdifferenzierung aufgebläht.

Regeln für stabile Ordnerstrukturen

  • Die oberste Ebene folgt zeitlichen Einheiten (Jahrzehnte, Jahre).
  • Unterordner dienen der groben thematischen Gruppierung, nicht der Detailbeschreibung.
  • Ordnernamen enthalten keine Orts-, Personen- oder Ereignisdetails.
  • Änderungen der Struktur erfolgen nur bei klarer Notwendigkeit und werden dokumentiert.
  • Metadaten tragen alle inhaltlichen Informationen.

Praxis-Checkliste

  • Ist die oberste Ordnungsebene zeitlich logisch (z. B. Jahrzehnte/Jahre)?
  • Transportieren Ordnernamen nur grobe organisatorische Hinweise?
  • Werden Personen, Orte und Anlässe ausschließlich über Metadaten erfasst?
  • Gibt es unnötige Tieferstrukturierungen, die inhaltliche Details ersetzen?
  • Ist die Struktur auch ohne spezielles Verwaltungswerkzeug verständlich?

Abschließender Hinweis

Eine überschaubare Ordnerstruktur im Digitalen Familienarchiv dient der Orientierung und Stabilität. Sie schafft einen Rahmen, in dem Metadaten die inhaltlichen Details tragen und langfristig nutzbar machen.

Wer diese Regeln beachtet, stellt sicher, dass das Archiv auch nach Jahren verständlich bleibt und nicht durch übermäßige ordnerbasierte Detailtiefe erschwert wird.