Sicherungsverfahren

Datensicherung ist selten „zu kompliziert“ – sie ist meist nur nicht als fester Ablauf definiert. In der Praxis sind es dann Defekte, Bedienfehler oder Zeitdruck, die zu Datenverlust führen. Ein stabiler Workflow löst dieses Problem, ohne dass jedes Mal neu nachgedacht werden muss.

Inhalt

Grundsätze

  • Jede Sicherung ist besser als keine – aber sie muss geplant sein.
  • Kein getestetes Restore = kein belastbares Backup.
  • Ein fester Rhythmus ist wichtiger als „perfekte Technik“.

Mein Sicherungsverfahren in Stufen

Der Workflow ist bewusst mehrstufig aufgebaut, damit Ausfälle einzelner Geräte oder Dienste nicht zum Totalausfall führen:

  1. Cloud-Sicherung

    Das Bild entsteht und wird sofort in eine Cloud synchronisiert (z. B. iCloud als schneller Erstpuffer).

  2. Erste Sicherung

    Zusätzlich wird das Material zeitnah auf ein zweites Gerät übertragen (z. B. iPad/Notebook), um eine weitere Kopie zu haben.

  3. Zweite Sicherung

    Falls nötig, erfolgt eine weitere Cloud-Kopie (z. B. ergänzend oder als zweiter Anbieter).

  4. Zentraler Bilderpool

    Aus den Sammelstellen werden die Daten in einen zentralen, konsistenten Bilderpool überführt (eine definierte Hauptablage).

  5. NAS-Backup

    Der zentrale Pool wird automatisiert auf ein NAS repliziert (lokale Datensicherung).

  6. Externe Cloud-Sicherung (Versionierung)

    Die NAS-Sicherung wird zusätzlich regelmäßig in eine externe Cloud-Ablage mit Versionierung übertragen.

  7. Externe USB-Festplatte

    Ergänzend wird in größeren Abständen eine externe Festplatte aktualisiert (physische, unabhängige Kopie).

Einordnung zur 3-2-1-Regel

Das Verfahren erfüllt das Grundprinzip „mehrere Kopien, verschiedene Medien, externe Kopie“ und ist damit in der Praxis 3-2-1-tauglich. Wichtig ist, dass mindestens eine Kopie räumlich getrennt ist (Offsite) und dass die Wiederherstellung regelmäßig geprüft wird.

Praxisregeln

  • Rhythmus definieren: Was passiert täglich, wöchentlich, monatlich?
  • Restore testen: Stichprobe zurückkopieren und öffnen.
  • Dokumentieren: kurz notieren, wann der Ablauf zuletzt geprüft wurde.
Hinweis:
Diese Seite beschreibt methodische Workflows. Es werden bewusst keine Skripte oder Programmierungen veröffentlicht,
da individuelle Automationen in anderen Umgebungen mehr Schaden als Nutzen bringen können.