Quellen sauber angeben – Zitate, Bilder und Screenshots im privaten Digitalarchiv
Quellen sauber angeben – Zitate, Bilder und Screenshots im privaten Digitalarchiv
Veröffentlicht am 22. April 2023
Über die Jahre sammelt sich in einem privaten digitalen Wissensarchiv eine große Menge an Material an: eigene Notizen, externe Artikel, Fotos, Scans, Screenshots und gelegentlich auch Zitate. Je länger ein Archiv besteht, desto wichtiger wird eine einfache Grundregel:
Alles, was nicht von mir selbst stammt, muss als Quelle nachvollziehbar bleiben.
Dieser Beitrag beschreibt meine persönliche Vorgehensweise beim Umgang mit Quellen. Es handelt sich nicht um eine rechtliche Anleitung, sondern um einen praxiserprobten Ansatz, der mir hilft, Inhalte auch Jahre später noch sicher einordnen zu können.
Warum ich auf Quellenangaben achte
Saubere Quellenangaben erfüllen für mich mehrere Zwecke:
- Nachvollziehbarkeit: Ich erkenne auch nach langer Zeit, woher eine Information stammt.
- Ordnung: Eigene Inhalte und fremde Inhalte bleiben klar getrennt.
- Respekt: Texte, Bilder und Gedanken anderer werden nicht „anonym“ übernommen.
Gerade in einem privaten Archiv, das über Jahre wächst, verhindert diese Vorgehensweise spätere Unklarheiten.
Zitate: bewusst sparsam und klar gekennzeichnet
Wenn ich Textpassagen aus externen Quellen übernehme, dann nur in klar erkennbarer Form:
- Wörtliche Übernahmen stehen als deutlich markierte Zitate.
- Direkt im Anschluss nenne ich die Quelle mit Namen und Link.
- Wenn sinnvoll, ergänze ich das Abrufdatum.
In vielen Fällen verzichte ich bewusst auf lange Zitate und formuliere Inhalte sinngemäß in eigenen Worten. Der Verweis auf die Originalquelle bleibt dennoch erhalten.
Bilder: Herkunft vor Ästhetik
Bilder sind besonders anfällig dafür, ihren Ursprung zu verlieren. Deshalb dokumentiere ich bei externen Bildern grundsätzlich:
- die Herkunft (Website, Plattform, Autor, sofern bekannt),
- den Link zur Originalseite,
- einen kurzen Hinweis zum Nutzungskontext.
Ist die Herkunft eines Bildes nicht eindeutig nachvollziehbar, verzichte ich darauf oder ersetze es durch eigenes Material.
Screenshots als Zustandsdokumentation
Screenshots nutze ich vor allem zur Dokumentation eines bestimmten Zustands: eine Software-Oberfläche, eine Einstellung oder ein konkretes Beispiel zu einem bestimmten Zeitpunkt.
Damit ein Screenshot später verständlich bleibt, halte ich fest:
- was genau zu sehen ist,
- in welchem Zusammenhang er entstanden ist,
- wann er erstellt wurde.
So wird aus einem einfachen Bild ein nachvollziehbarer Beleg.
Links als Verweise, nicht als Ersatz
Externe Links gehören für mich immer zu einem kurzen erklärenden Text. Ein reiner Link ohne Kontext verliert mit der Zeit seinen Wert.
Besonders wichtige Inhalte sichere ich zusätzlich durch eine eigene Zusammenfassung oder einen erklärenden Screenshot, falls die ursprüngliche Quelle später nicht mehr erreichbar sein sollte.
Ein persönlicher Standard
Die hier beschriebene Vorgehensweise ist kein formales Regelwerk. Sie hat sich jedoch im Alltag bewährt und sorgt dafür, dass mein digitales Archiv übersichtlich, nachvollziehbar und langfristig nutzbar bleibt.
Gerade im privaten Umfeld ist Ordnung kein Selbstzweck – sie spart Zeit und verhindert spätere Unklarheiten.
Digitales Familienarchiv Beuchel
Diese Website dokumentiert mein persönliches Projekt zur Digitalisierung und Strukturierung von Unterlagen, Bildern und Erinnerungen aus dem Familienumfeld. Die hier beschriebenen Vorgehensweisen sind Teil dieser langfristigen Arbeit.
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