HEIC oder DNG
Einleitung
Digitale Bilder werden in unterschiedlichen Dateiformaten gespeichert. Formate wie HEIC und DNG unterscheiden sich grundlegend in Aufbau, Zweck und archivischer Eignung.
Im Rahmen einer langfristigen, dokumentarisch fundierten Bildarchivierung ist es wichtig zu verstehen, welche Eigenschaften ein Format besitzt und wann eine Umwandlung von einem Format in ein anderes sachlich gerechtfertigt ist.
Was ist HEIC?
HEIC ist die Dateiendung für Bilder, die im Format HEIF (High Efficiency Image File Format) gespeichert sind. Es nutzt moderne, effiziente Kompressionsverfahren, um Bilder bei vergleichsweise hoher visueller Qualität klein zu halten. Das Format findet sich häufig in mobilen Geräten moderner Systeme und ist im Wesentlichen ein effizientes Endbildformat.:contentReference[oaicite:0]{index=0}
HEIC speichert keine Rohdaten und ist keine Rohbildrepräsentation im technischen Sinne. Es eignet sich vor allem für die Anzeige, Übertragung und alltägliche Nutzung von Bildern mit komprimierten Daten.:contentReference[oaicite:1]{index=1}
Was ist DNG?
DNG (Digital Negative) ist ein offener Rohdaten-Container, der auf dem TIFF/EP-Standard basiert und ursprünglich entwickelt wurde, proprietäre RAW-Formate zu vereinheitlichen. Er speichert Rohdaten sowie komplette Metadaten direkt in der Datei.:contentReference[oaicite:2]{index=2}
Da DNG umfassende Bild-, Sensordaten und Metadaten aufnehmen kann, wird es in konservatorischen Kontexten als ein geeignetes Format für Langzeitarchivierung und Nachbearbeitung angesehen.
Unterschiede zwischen HEIC und DNG
HEIC ist primär ein komprimiertes Endbildformat, während DNG ein Rohdaten-Container ist, der vollständige Sensordaten und standardisierte Metadaten unterstützt. Die grundlegende Differenz besteht darin, dass DNG für spätere, verlustfreie Verarbeitung und detaillierte Metadatenspeicherung ausgelegt ist, HEIC dagegen für effiziente Darstellung und Platzersparnis.:contentReference[oaicite:4]{index=4}
In einem bildarchivischen Kontext sind Metadaten von zentraler Bedeutung. Sie geben Informationen zu Inhalt, Kontext und rechtlichen Aspekten eines Bildes und müssen dauerhaft verfügbar bleiben, selbst wenn Software oder Plattformen wechseln.
Archivische Kriterien für eine Umwandlung
Eine Umwandlung von HEIC in DNG kann aus archivischer Perspektive dann sachlich begründet sein, wenn bestimmte Kriterien getroffen werden:
Rohdaten oder Endbild?
Wenn das ursprüngliche Bild als Rohdaten vorliegt und diese Speicherung für spätere Nachbearbeitung oder genaue bildtechnische Analyse erforderlich ist, bietet DNG als Rohdatenformat Vorteile gegenüber HEIC als Endbildformat.:contentReference[oaicite:5]{index=5}
Metadatenunterstützung
Für die langfristige Archivierung ist es wichtig, dass Metadaten wie IPTC oder XMP vollständig und standardisiert eingebettet werden können. DNG unterstützt solche Metadaten direkt im Container und erleichtert so den Zugriff und die Erhaltung über lange Zeiträume.:contentReference[oaicite:6]{index=6}
Platzbedarf und Infrastruktur
HEIC spart Speicherplatz gegenüber Rohdatenformaten, was bei großen Beständen ein Vorteil sein kann. Jedoch muss der Platzbedarf gegen die archivischen Anforderungen an Datenvollständigkeit und Zukunftssicherheit abgewogen werden.
Wann kann HEIC ausreichen?
HEIC als effizientes, qualitatives Endbildformat kann für Alltagsfotos, schnelle Vorschauen oder Situationen, in denen keine Rohdatenanalyse erforderlich ist, ausreichend sein. In solchen Fällen ist eine Umwandlung in DNG aus archivischer Sicht nicht zwingend notwendig.
Allerdings bleibt bei HEIC die Frage der langfristigen Lesbarkeit offen, da nicht jede Archivsoftware oder jedes zukünftige System umfassende Unterstützung garantiert.
Zusammenfassung
HEIC und DNG erfüllen unterschiedliche Funktionen: HEIC als effizientes Endbildformat und DNG als offenes Rohdatenformat mit umfangreicher Metadatenunterstützung. Aus archivischer Sicht ist DNG in vielen Fällen besser geeignet, wenn die vollständigen Sensordaten und Metadaten dauerhaft erhalten bleiben sollen.
Eine Umwandlung von HEIC in DNG kann sachlich begründet sein, wenn Rohdatenzugriff, Metadatenintegrität oder Langzeitlesbarkeit im Vordergrund stehen. In anderen Fällen kann HEIC ausreichend sein, insbesondere wenn es um einfache Darstellung oder effiziente Speicherung geht.
Hinweis zum Archivkontext: Dieser Beitrag ordnet die Bildformate HEIC und DNG ein und beschreibt Kriterien, unter denen eine archivische Umwandlung sachlich begründet ist. Er ist unabhängig von konkreten Programmen oder Workflows formuliert.
Gültigkeit: Die dargestellten Eigenschaften und Kriterien basieren auf offenen Formatstandards und bleiben auch bei zukünftigen Systemwechseln oder Software-Änderungen relevant.
KI-generiertes Bild mit DALL·E (OpenAI) via ChatGPT, basierend auf eigener Bildidee
KI-generiertes Bild mit DALL·E (OpenAI) via ChatGPT, basierend auf eigener Bildidee
Eric Beuchel
KI-generiertes Bild mit DALL·E (OpenAI) via ChatGPT, basierend auf eigener Bildidee
KI-generiertes Bild mit DALL·E (OpenAI) via ChatGPT, basierend auf eigener Bildidee
Eric Beuchel