Bilderablage und Workflow der Sicherungen

Die Ablage und Sicherung von Bildern ist ein durchgängiger Prozess, der bereits bei der Aufnahme beginnt und sich über Bearbeitung, Archivierung und langfristige Datensicherung erstreckt. Ziel ist es, Bilddaten jederzeit reproduzierbar, auffindbar und vor Verlust geschützt vorzuhalten.

Dieser Artikel beschreibt den eingesetzten Workflow von der Produktion über den Arbeitsplatz bis hin zur mehrstufigen Sicherung auf verschiedenen Medien.

Inhaltsverzeichnis

Produktion und erste Ablage

Während der fotografischen Produktion wird bewusst mit wenigen SD-Karten gearbeitet. Die Karten dienen ausschließlich als temporäres Aufnahmemedium und werden erst vor der nächsten Nutzung erneut formatiert.

Die erste Sichtung und Datenablage erfolgt unmittelbar auf einem iPad. Der Import geschieht über Apple Fotos mit sofortiger temporärer Datensicherung in die iCloud. iPhone, iPad und iCloud verfügen über ausreichend Speicherplatz, um diese erste Sicherungsstufe zuverlässig abzubilden.

Die mobilen Geräte verfügen über eine eigene Datenanbindung und sind nicht auf ein lokales WLAN oder einen Hotspot angewiesen. An dieser Stelle treffen sich die beiden Arbeitsbereiche Fotografieren und Bild Scannen, da beide Workflows anschließend identisch weitergeführt werden.

Bildbearbeitung – Arbeitsplatz

Die zentrale Bildbearbeitung und -verwaltung erfolgt auf einer dedizierten HP Workstation mit leistungsfähiger Grafikkarte. Der Arbeitsplatz ist ausschließlich für Bildbearbeitung und Archivpflege vorgesehen.

Laufende Änderungen an Arbeitsdateien werden lokal über die Windows File History gesichert. Dabei handelt es sich um ein Microsoft-Bordmittel, das fortlaufend Versionen der bearbeiteten Dateien speichert.

Zusätzlich werden beim Neustart sowie stündlich Sicherungen über Synology Active Backup for Business auf eine NAS durchgeführt. Dadurch existiert stets eine aktuelle Kopie der Arbeitsdaten außerhalb der Workstation.

Einsatz einer NAS und weiterer Medien

Die zentrale Datenhaltung erfolgt auf einer Synology DS1821+ NAS mit acht 8-TB-Serverfestplatten und zusätzlicher Festplatten-Ausfallsicherheit.

Wichtig ist die klare Abgrenzung zwischen Datenhaltung und Datensicherung:

Hinweis: Eine einzelne Speicherung auf einer NAS stellt kein Backup dar, sondern lediglich eine zentrale Datenablage.

Die eigentliche Sicherungsstrategie ist mehrstufig aufgebaut:

  • tägliche Sicherung außer Haus in die Synology C2 Cloud (Rechenzentrum Frankfurt) über Synology Hyper Backup
  • tägliche Sicherung auf eine externe USB-Festplatte, die nur während des Sicherungsvorgangs eingebunden ist
  • monatliche Archivierung auf zwei räumlich getrennte Festplatten zur dauerhaften Datensicherung

Durch diese Kombination aus lokaler Sicherung, externer Sicherung und physisch getrennten Archivmedien wird das Risiko von Datenverlusten nachhaltig reduziert.

Fazit – Warum so viel Sicherheit?

Der beschriebene Sicherungsaufwand ist bewusst hoch. Bilddaten entstehen über Jahre hinweg und lassen sich bei Verlust nicht ersetzen. Technische Defekte, Softwarefehler oder äußere Einflüsse treten selten auf – aber wenn sie auftreten, sind die Folgen meist endgültig.

Eigene Unachtsamkeit, Hardwareausfälle, Schadsoftware, Verschlüsselungstrojaner oder auch physische Schäden wie Feuer sind keine theoretischen Risiken, sondern reale Szenarien. Vor diesem Hintergrund ist der zusätzliche Aufwand für mehrstufige Sicherungen eine bewusste Entscheidung.

Der Aufwand steht dabei nicht im Verhältnis zum täglichen Arbeiten, sondern zum langfristigen Wert der Bilder. Für mich ist diese Form der Absicherung angemessen und gerechtfertigt.

Hinweis: Dieser Artikel dokumentiert einen persönlichen Workflow zur Bilderablage und Datensicherung. Die dargestellten Verfahren basieren auf praktischer Erfahrung und stellen keinen allgemein verbindlichen Standard dar.