Warum ich mit der Tastatur arbeite – und warum Total Commander dafür ideal ist

Ich bin kein Maus-Schubser. Dateien per Drag-and-Drop zu verschieben, fühlt sich für mich bis heute nicht nach kontrolliertem Arbeiten an, sondern nach Zufall mit Oberfläche.

Ich arbeite lieber mit der Tastatur. Bewusst, reproduzierbar und mit klaren Aktionen. Genau deshalb begleitet mich ein Werkzeug seit Jahrzehnten: Total Commander.

Inhaltsverzeichnis

Prägung aus einer mauslosen Zeit

Meine Arbeitsweise ist nicht zufällig entstanden. In den 1970er-Jahren gab es keine Maus, keine grafischen Oberflächen und keine Fenster.

Der erste Bildschirm, mit dem ich gearbeitet habe, bot 80 Zeichen pro Zeile und 24 Zeilen in bernsteinfarbener Darstellung. Das war damals Hightech.

Gearbeitet wurde zeilenorientiert unter Betriebssystemen wie CP/M. Befehle wurden bewusst eingegeben, Aktionen klar ausgelöst und Ergebnisse unmittelbar bewertet.

Diese Art zu arbeiten prägt. Sie schult Genauigkeit, Aufmerksamkeit und ein strukturiertes Denken in Abläufen statt in Oberflächen.

Mit dem Dateimanager groß geworden

Als Dateimanager aufkamen, war das für mich keine Revolution, sondern eine konsequente Weiterentwicklung dieser Denkweise.

Dateien und Ordner waren von Anfang an strukturierte Objekte mit klarer Bedeutung. Kopieren, Verschieben oder Umbenennen waren bewusste Aktionen, keine beiläufigen Gesten.

Total Commander steht bis heute genau für dieses Prinzip.

Tastatur statt Maus bedeutet Kontrolle

Arbeiten mit der Tastatur zwingt zu Klarheit. Quelle und Ziel sind eindeutig, Aktionen werden bestätigt und nicht nebenbei ausgeführt.

Gerade bei größeren Dateioperationen reduziert das das Fehlerrisiko erheblich. Es gibt kein versehentliches Fallenlassen, kein unbemerktes Verschieben und keine Unsicherheit darüber, was gerade passiert ist.

Total Commander ist konsequent auf diese Arbeitsweise ausgelegt.

Warum Total Commander mehr ist als ein Dateimanager

Total Commander bietet Funktionen, die im Windows-Dateimanager entweder fehlen oder nur umständlich erreichbar sind.

Die Zwei-Fenster-Logik, leistungsfähige Massenumbenennungen, Verzeichnisvergleiche, Synchronisationsfunktionen und flexible Filter sind keine Komfortfeatures, sondern Werkzeuge für präzises Arbeiten.

Vor allem aber ist jede dieser Funktionen vollständig per Tastatur bedienbar.

Werkzeug statt Oberfläche

Total Commander versucht nicht, modern zu wirken. Die Oberfläche ist funktional, vorhersehbar und lenkt nicht ab.

Das ist kein Nachteil, sondern ein Vorteil. Je weniger visuelle Ablenkung, desto klarer die Entscheidung.

Für Aufräumarbeiten, Datenmigrationen oder die Konsolidierung großer Ordnerstrukturen ist genau das entscheidend.

Der Windows-Dateimanager hat seine Berechtigung

Der Windows-Dateimanager ist für viele Alltagsaufgaben völlig ausreichend. Dateien öffnen, schnell etwas kopieren oder einen Ordner durchsuchen funktioniert dort problemlos.

Sobald jedoch Kontrolle, Reproduzierbarkeit und Sicherheit im Vordergrund stehen, greife ich bewusst zu Total Commander.

Es geht nicht um besser oder schlechter, sondern um das passende Werkzeug.

Warum alte Werkzeuge oft länger tragen

Total Commander ist kein neues Tool. Aber die grundlegenden Prinzipien der Dateiarbeit haben sich seit den frühen Tagen der Computertechnik kaum verändert.

Dateien müssen weiterhin strukturiert, verschoben, verglichen und kontrolliert werden. Genau das beherrscht dieses Werkzeug seit Jahrzehnten zuverlässig.

Sein Alter ist kein Makel, sondern ein Zeichen von Reife.

Fazit

Ich arbeite lieber mit der Tastatur als mit der Maus, weil es mir Kontrolle, Klarheit und Sicherheit gibt.

Diese Arbeitsweise ist in einer Zeit mit 80 Zeichen pro Zeile, 24 Zeilen pro Bildschirm und einem zeilenorientierten Betriebssystem wie CP/M entstanden und hat sich bis heute bewährt.

Total Commander unterstützt sie konsequent und bietet mir für strukturierte Dateiarbeit mehr Möglichkeiten als der Windows-Dateimanager.

Für mich ist er kein Relikt aus alten Zeiten, sondern ein bewusst eingesetztes Werkzeug.

Hinweis:
Dieser Beitrag beschreibt persönliche Arbeitsgewohnheiten und Erfahrungen. Er ist keine allgemeine Empfehlung, sondern eine Einordnung eines bewusst gewählten Werkzeugs.